Ausverkaufter Start mit den Rambling Rovers!

Mit der Trierer Folk-Band Rambling Rovers sind die diesjährigen Kreuzgang Konzerte in der Abtei Rommersdorf erfolgreich eröffnet worden. Bis auf den letzten Platz waren die beiden Kreuzgänge der historischen Anlage gefüllt, als Andreas Sittmann, Walter Jaeger, Werner Schloeder und Isabell Krohn die Bühne betraten.
Die Spielfreude der vier Musiker war vom ersten Moment an spürbar – der Funke sprang schnell auf das Publikum über, das sich begeistert von der Dynamik und Authentizität des Auftritts mitreißen ließ.

Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus traditionellen Jigs und Reels, gefühlvollen Balladen sowie bekannten Pub-Songs entfalteten die Rambling Rovers eine faszinierende Klangwelt der keltischen Musik. Charmant und humorvoll führten sie dabei durch das Programm und bereicherten die Stücke mit unterhaltsamen Geschichten und Hintergründen, die für zusätzliche Nähe zum Publikum sorgten. Musik, die einen von der Grünen Insel oder den Highlands träumen lassen konnte.

Das einzigartige Ambiente der Abtei verlieh dazu dem Konzert eine ganz besondere Atmosphäre. Die beiden Kreuzgänge boten eine eindrucksvolle Kulisse und unterstützten so durch ihre Ausstrahlung die Wirkung der Musik auf besondere Weise.
Gerd Köster - "Bla Bla & Dei dei"

Wenn Gerd Köster gemeinsam mit seinen Musikern Pete Haaser und Pascal Pohlscheidt die Bühne zwischen den beiden Kreuzgängen der Abtei betritt, ist sofort klar, woher er kommt: Sein unverwechselbares Kölsch prägt den Abend vom ersten Moment an. Dieser warme, markante Dialekt zieht das Publikum unmittelbar in seinen Bann – auch wenn beim Gesang nicht jedes Wort auf Anhieb zu verstehen ist.

Mit den typischen „Kretzjen“, jener kölschen Kunst, Alltägliches und scheinbar Banales mit feinem Humor musikalisch zu erzählen, gewinnt Köster schnell die Herzen der Zuhörer. Dabei erinnert seine Bühnenpräsenz mitunter an Mick Jagger: eine expressive Körpersprache, lässig und voller Energie, die dem Auftritt eine besondere Dynamik verleiht.
Der Abend bot eine gelungene Mischung aus einfühlsamen Balladen, vom Blues inspirierten Songs und kleinen „Verzällchern“ – kölschen Geschichten mit Witz, Charme und gelegentlichem Tiefgang. Gerade diese Mischung machte den Abend besonders authentisch.

Bemerkenswert war zudem, dass Köster und seine Musiker nie in dem oft erwarteten Karnevalsklamauk verfielen, für den viele Kölner Bands bekannt (und beliebt) sind. Stattdessen präsentierte das Trio kölsche Musik mit Charakter, Gefühl und musikalischer Klasse.
So wurde der Abend zu einem stimmungsvollen Erlebnis – besonders für all jene, die ihr Herz an die Domstadt am Rhein verloren haben.
Seit 1983 finden nun die Kreuzgang Konzerte in Rommersdorf statt - und sind immer noch eine Bereicherung für die Kulturlandschaft Neuwieds und für die Abtei im Besonderen.
