Rommersdorf nach 1803

Das Kloster wurde 1803 – wie alle Klöster in Deutschland und Österreich – aufgrund der linksrheinischen französischen Besatzung und des daraus resultierenden  Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert (verweltlicht) und fiel als Entschädigung an das Fürstentum Nassau-Usingen, das linksrheinisch Gebiete verloren hatte.
 

In dieser Zeit wurde die Abtei zur Rentei, zum örtlichen Finanzamt. Die wertvolle Ausstattung des Klosters wurde verschenkt, versteigert und verkauft, so auch die berühmte Rommersdorfer Klosterbibliothek, welche nur noch zu Teilen in Trier zu finden ist.

1815 wurde Rommersdorf preußisch, glücklicherweise stellte Preußen den Kapitelsaal und Kreuzgang unter eine Art von Denkmalschutz. Wäre dies nicht geschehen kann man davon ausgehen, dass Rommersdorf heute nicht mehr bestehen würde.

Im Jahre 1820 verkaufte der preußische Fiskus Rommersdorf an den Freiherrn von Stolzenberg.

Dieser ließ sofort beide Südflügel abreißen, welche sich in Richtung des Englischen Garten erstreckten. Hiermit verschwanden in der Zeit mindestens 30 Prozent der klösterlichen Bausubstanz.

1845 erwarb der Herzog von Arenberg mit Sitz in Brüssel das herrschaftliche Anwesen, das er dann als Landgut wieder verpachtete.

1875 setzte man dem Turm nach Blitzschlag einen Zinnenkranz auf,

1913 stürzten die Gewölbe des Chors durch Brandeinwirkung ein.

 Im Jahre 1925 ging der Besitz vom Herzog von Arenberg an die Aar AG in Neuwied über.

Die oben gezeigten Abbildungen stammen aus dem Privatbesitz © der Abtei Rommersdorf-Stiftung. 


© Dr. Lahr, Abtei Rommersdorf-Stiftung

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