Kircheninventar in der Zerstreuung - die Tragödie der Säkularisation1816 werden 29 Gemälde mit biblischen Geschichten und Heiligen verzeichnet, die der Maler Huth, der selbst zum Konvent gehörte, um 1730 gemalt hatte. Vierzehn dieser Bilder erwarb die Pfarrei Heimbach. Sie sind bis auf eines verschollen. Auch die zwischen 1738 und 1744 von den bekannten Hunsrücker Gebrüdern Stumm geschaffene Orgel kam 1809 bei Versteigerung des Kircheninvantars in die Heimbacher Pfarrkirche.
Prächtige Stücke unter den Paramenten, eine Kasel, eine Stola, ein Manipel und ein Kelchtuch stammen aus dem 18. Jahrhundert. Möglicherweise wurden im Zusammenhang mit dem Neubaus von Pfarrkirche und Pfarrhaus in Heimbach 1772 und 1791 vonseiten der Abtei der Pfarrei besondere Zuwendungen gemacht, zumal sich aus den Reihen der Chorherren seit 1350 der hiesige Pfarrer rekrutierte.
Zwei weitere Altäre aus Rommersdorf standen in der kath. Kirche zu Dierdorf. Zwei Holzaltäre mit Gemälden wurden in das Reichards-Münster in Bendorf übertragen, waren aber schon vor der Zerstörung dieser Kirche im Zweiten Weltkrieg nicht mehr vorhanden.
Ein weiterer Altar aus Rommersdorf soll an die Kapelle in Weis gegangen sein, an dem angeblich 1909 noch die heilige Messe gefeiert wurde. Heute steht er dort nicht mehr. Vielleicht ist ein 1,30m hoher Kruzifixus (Foto oben links) ein Rest davon. Neben der Fülle sakraler Kunstgegenstände war die Kirche auch mit Steinmetzarbeiten höchster Güte bestückt, v.a. den Grabdenkmälern der hiesigen Herrschaften, der Grafen zu Isenburg, Wied und Braunsberg sowie der Herren von Reiffenberg. 1817 wurden einige Grabdenkmäler hier ausgebaut und nach Dierdorf in das eigens von Fürst Karl zu Wied-Runkel errichtete neugotische Mausoleum im dortigen Schlosspark transloziert. Dort ist noch heute das prachtvolle Grabdenkmal Graf Salentins VI. von Isenburg-Grenzau (1532-1610) zu bewundern, der von 1567-1577 Erzbischof und Kurfürst in Köln war, dann resignierte, um seine Familie vor dem Aussterben zu bewahren (Zeichnung oben rechts).
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